Open navigation
scroll down
×

Art des Erregers

Staphylococcus aureus – Bakterium

Letalität (unbehandelt/behandelt)

zumeist folgenlose Abheilung; Keine evidenzbsierten Daten verfügbar

Inkubationszeit

1–6 h nach Aufnahme über den Gastrointestinaltrakt; 3–12 h nach Inhalation

Gegenmaßnahme

Antibiotika

Übertragung

Schmierinfektionen, Inhalation, kontaminierte Lebensmittel

Infektiosität

Keine evidenzbasierten Daten verfügbar

Virulenz

Keine evidenzbasierten Daten verfügbar

Pathogenität

Keine evidenzbasierten Daten verfügbar

Tenazität

stabil bei: großer Hitze, Einwirkung von Magensäure und Proteasen

Immunität

Keine evidenzbasierten Daten verfügbar

Staphylococcus aureus

Staphylococcus aureus

Erreger

Staphylokokken sind grampositiv, unbegeißelt, unbeweglich, Katalase-positiv, fakultativ anaerob und haben einen Durchmesser von 0,5–1,5 µm. Sie bilden keine Dauerformen, gehören aber zu den widerstandsfähigsten Erregern unter den nicht sporenbildenden Bakterien. Können außerhalb des Körpers wochenlang überlebens- und vermehrungsfähig bleiben. Sie haben eine schnelle Wachstumsrate und eine hohe Anpassungsfähigkeit, die insbesondere im Hinblick auf Resistenzmutationen und die Aufnahme von Resistenzgenen als Grundlage der Entwicklung von Antibiotikaresistenzen dienen (mehrfach resistente Krankenhausstämme).

01

Relevanz für Bioterror

Staphylokokken-Enterotoxinen wird ein hohes terroristisches Potenzial zugeschrieben, da die toxinproduzierenden Erreger (Staphylokokken) leicht verfügbar und relativ gut auszubringen sind.

Eine Kontamination z. B. von Lebensmitteln oder Trinkwasser kann direkt durch toxinproduzierende Staphylokokken-Subtypen erreicht werden, da bei schneller Vermehrungsrate in kurzer Zeit ausreichend Toxin zur Vergiftung akkumuliert werden kann.

Toxine (hier vor allem SEB) können aber auch isoliert werden und sind dann als Reinsubstanz oder Gemisch als Ausgangsstoff für eine Aerosolierung oder eine direkte Kontamination von Lebensmitteln oder Trinkwasser verfügbar. In der Literatur wird über einen gezielten Anschlag der US Army Chemical Corps’ Special Operations Division auf den deutschen Reichsminister Hjalmar Schacht berichtet, der vorübergehend zu schweren Verdauungsstörungen und damit zu Handlungsunfähigkeit geführt haben soll.

Vorkommen

Der Mensch ist das hauptsächliche Reservoir von S. aureus. Ca. 25–50 % der Bevölkerung sind S. aureus-Träger

Risikogruppe

Keine bekannt.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Isolate aus Nasenrachenraum-Abstrichen bei bis zu 80 % der Patienten identisch mit den Erregern waren, die während einer Sepsis aus ihrem Blut gewonnen werden konnten, d. h. die Infektion ging von einer eigenen Besiedlung aus. Demgegenüber stehen exogene Infektionen, die vor allem als Krankenhausinfektionen erfolgen und bei denen die Übertragung durch die Hände des Personals im Vordergrund steht.

Statisitk über Pestfälle