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Art des Erregers

Burkholderia mallei - Bakterium

Letalität (unbehandelt/behandelt)

nahezu 100 %; keine evidenzbasierten Daten verfügbar

Inkubationszeit

1-7 Tage;

Gegenmaßnahme

Antibiotika

Übertragung

Kontakt mit infizierten Tieren;

Infektiosität

Keine evidenzbasierten Daten verfügbar

Virulenz

hoch

Pathogenität

Keine evidenzbasierten Daten verfügbar

Tenazität

überlebt monatelang an dunklen und feuchten Orten; empfindlich gegenüber: externen Faktoren wie Austrocknung, Sonnenlicht, Wärme;

Immunität

Keine Immunität nach natürlicher Infektion

Burkholderia mallei

Burkholderia mallei

Erreger

Burkholderia mallei, gramnegatives, unbewegliches, aerob wachsendes pleomorphes Stäbchen. Größe 0,2–0,5 µm × 1,5–5 µm. Bildet eine Kapsel aus Exo-Polysaccharid.

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Verlauf der Krankheit

Unspezifische Allgemeinsymptome mit undulierendem Fieber, Abgeschlagenheit, Schweißausbrüchen, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Arthralgien. Erkrankung verläuft häufig generalisiert mit verschiedenen Organmanifestationen (z. B. Splenomegalie, Hepatomegalie, Prostatitis, Spondylitis, Sakroiliitis, Neurobrucellose, Hepatitis, Endokarditis, pulmonale Beteiligung). Chronifizierung möglich (d. h. Rückfall nach primärer Erkrankung, oft nur mit unspezifischen Symptomen oder lokaler Infektion). In 90 % jedoch subklinische Verläufe wahrscheinlich (durch die geringe Anzahl der bei überwiegend natürlichen Expositionen aufgenommenen Keime).

Relevanz für Bioterror

Burkholderia mallei hat eine Bedeutung als Biowaffe durch seine effiziente Verbreitung und hohe Infektiosität als Aerosol – zumindest unter Laborbedingungen. Außerdem stehen weder eine verlässliche Therapie noch ein Impfstoff zur Verfügung. Wahrscheinlich ist Rotz im 1. und 2. Weltkrieg vorsätzlich eingesetzt worden. Allerdings soll die Übertragungsrate vom Tier auf den Menschen dabei sehr niedrig gewesen sein.

Vorkommen

B. mallei ist obligate bei Einhufern (Pferde, Esel, Mulis) – bei Eseln und Maultieren verläuft die Erkrankung akut und führt in der Regel innerhalb von 4–7 Tagen zum Tode. Bei Pferden vorwiegend chronischer Verlauf mit Ausscheidung der Erreger. Endemieherde wurden in der früheren UdSSR, Türkei, Iran, Irak, Mongolei, Mexiko, Brasilien und China beschrieben.

Statisitk über Pestfälle