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Art des Erregers

Yersinia Pestis - Bakterium

Letalität

(unbehandelt/behandelt)

Bubonenpest: 50–60%; 5–15% Lungenpest: 100 %; unbekannt Primäre Pestseptikämie: nahezu 100%; 30–50%

Inkubationszeit

1-6 Tage

Gegenmaßnahme

Antibiotika

Übertragung

Biss infizierter Flöhe, Kontakt unter 30cm, Staub, Tröpfchen

Infektiosität

1–10 und 100–500 Erreger: hochkontagiös

Virulenz

hoch

Pathogenität

hoch

Tenazität

empfindlich gegen UV-Anteil des Sonnenlichts, Temperaturen über 40°C,
Desinfektionsmittel und gegen Austrocknung

Immunität

weitgehend, aber nicht absolut

Yersinia pestis

Yersinia Pestis

Erreger

Die Pest wird bei Mensch und Tier durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst. Dieses Bakterium, eine Mutation des für den Menschen relativ ungefährlichen Bakteriums Yersinia pseudotuberculosis, ist sehr anpassungsfähig, und es werden sehr viele verschiedene Varianten beschrieben. Die krankmachenden Eigenschaften von Yersinia pestis entstehen durch Ektotoxin, Endotoxin- und Bakterienkapselbildung. Yersinia pestis ist ein 0,5–0,8 × 1,5–2,0 µm großes, gramnegatives, unbewegliches Stäbchen, wächst fakultativ anaerob und bildet keine Sporen.

Relevanz für Bioterror

Mögliche Hinweise für eine absichtliche Ausbringung

Erfahrungen über Yersinia pestis und seiner waffenfähigen Aufbereitung gibt es durch Forschungsarbeiten in mehreren Ländern bis zum Inkrafttreten der Biowaffenkonvention 1975.

Außerdem setzte die japanische Armee im 2. Weltkrieg in China pestinfizierte Flöhe ein. Dieses Verfahren war jedoch mühsam und unberechenbar. Später wurden wirksamere Verfahren zur Aerosolierung entwickelt. Eine waffenfähige Aufbereitung konnte jedoch nicht erreicht werden.

Durch seine biologischen Eigenschaften (Stabilität, Infektiosität, Letalität), der weltweiten Verfügbarkeit und der Möglichkeit zur Massenproduktion in Aerosolform wird Yersinia pestis als einer der gefährlichsten biologischen Erreger eingeschätzt.

Zudem findet sich ein großes psychologisches Moment, da Pest als todbringende Seuche im kulturellen Gedächtnis der Menschen verankert ist.

Statisitk über Pestfälle

Diese Statistik über die Verteilung von Pestfällen zwischen Afrika, Amerika und Asien in den Jahren 1954 bis 1998 kann leider nicht auf einem mobilen Gerät dargestellt werden. Wenn Sie die Statistik sehen möchten, öffnen Sie die Website bitte auf einem Desktop-Gerät mit Google Chrome.