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Art des Erregers

Influenza A Virus

Letalität (unbehandelt/behandelt)

nahezu 100 %; keine evidenzbasierten Daten verfügbar

Inkubationszeit

1-7 Tage;

Gegenmaßnahme

Antibiotika

Übertragung

Kontakt mit infizierten Tieren;

Infektiosität

Keine evidenzbasierten Daten verfügbar

Virulenz

Keine evidenzbasierten Daten verfügbar

Pathogenität

Keine evidenzbasierten Daten verfügbar

Tenazität

überlebt monatelang an dunklen und feuchten Orten; empfindlich gegenüber: externen Faktoren wie Austrocknung, Sonnenlicht, Wärme;

Immunität

Keine Immunität nach natürlicher Infektion

Enzephalitizide Viren

Influenza virus A

Bild zeigt Influenza A Virus

Erreger

Für die Anwendung als Biowaffen sind Viren verantwortlich die sich in den Krankheiten, wie etwa Tollwut, Japanische Enzephalitis, Grippe, Masern, Röteln, Mumps. Auch verschiedene Herpesviren wie Herpes-simplex-Viren oder das Varizella-Zoster-Virus können eine Enzephalitis verursachen (Herpes-simplex-Enzephalitis). Eine neue Erregergruppe stellen die Prionen dar, die für die übertragbaren spongiformen Enzephalopathien verantwortlich sind. Als bakterielle Erreger kommen beispielsweise die der Listeriose, des Typhus, der Syphilis oder der Borreliose in Betracht. Parasitär bedingte Enzephalitiden werden durch Syphilis oder der Protozoen oder Syphilis oder der Würmer verursacht. Einige wenige Pilze können eine mykotische Enzephalitis auslösen, z. B. im Rahmen einer Kryptokokkose.

Relevanz für Bioterror

Eine Gehirnhautentzündung kann durch unterschiedliche Viren ausgelöst werden, zum Beispiel durch Flaviviren (Japanisches Enzephalitisvirus) oder durch die drei verschiedenen Pferdeenzephalitiserreger (EEEV, WEEV, VEEV), die zur Gruppe der Alphaviren gehören. Einer Infektion folgt jedoch nicht immer eine Enzephalitis. So entwickelt sich bei zwei Prozent der infizierten Kinder und etwa 0,1 Prozent der Erwachsenen eine Enzephalitis, davon etwa drei bis sieben Prozent mit schweren Verläufen. Viren, die hämorrhagische Fieber oder Enzephalitiden verursachen, eignen sich nur bedingt zum Einsatz, da die betroffenen Patienten meist schwer krank sind und daher die Seuche nur begrenzt weiterverbreiten können.

Vorkommen

Die Enzephalitis ist meist Folge einer Virusinfektion. Dabei unterscheidet man zwischen der primären und sekundären Form. Bei der primären Form verursachen die Viren direkt im Gehirn eine Entzündung. Bei der sekundären Form entgleist das körpereigene Abwehrsystem als Reaktion auf eine Virusinfektion im Körper und greift anschließend das Gehirn an (Autoimmunreaktion). Dabei werden vom Körper Strukturen (Auto-Antikörper) gebildet, die gegen bestimmte Bestandteile im Gehirn gerichtet sind. Neben den Viren gibt es noch weitere Auslöser einer Enzephalitis. Dazu zählen verschiedene Bakterien (z. B. die Erreger der Syphilis, der Tuberkulose oder der Borreliose), Einzeller (z. B. die Erreger der Toxoplasmose), Parasiten (z. B. Würmer), Pilze oder Autoimmunerkrankungen (z. B. Multiple Sklerose). Eine Enzephalitis, deren Ursache derzeit noch unklar ist, ist die sogenannte europäische Schlafkrankheit (Encephalitis lethargica). Sie trat vor allem zwischen den Jahren 1917 bis 1928 weltweit auf und kann später zur Parkinson-Krankheit führen. Besonders gefährdet, an einer Enzephalitis zu erkranken, sind Kinder und junge Erwachsene. Außerdem haben Personen mit einem geschwächten Immunsystem – beispielsweise Personen, die mit HIV infiziert sind – ein höheres Risiko, eine Gehirnentzündung zu entwickeln. Da einige der genannten Viren in unseren Breiten nicht vorkommen, sind Fernreisende ebenfalls stärker gefährdet.

Statisitk über Pestfälle